Category Archives: Die Kommunen

Kiezkommune Kreuzberg lädt 26. September ein

Wohnst du in  Kreuzberg 36?

Lehnst du ab, wohin Senat, Reiche und Investoren den Kiez “entwickeln“? Schon wieder sollen Luxuswohnungen und Hostels gebaut werden, schon wieder wird eine gute Freundin und Nachbarin geräumt, schon wieder wird eine Kiezkneipe oder ein kleines Geschäft in ein Startupbüro umgewandelt.

Warum warten, bis es mal wieder so weit ist, warum aufhören, wenn wir eine Schlacht verloren haben? Dagegen können wir uns nur gemeinsam als Kiez wehren.

Kommt alle am Samstag, 26. September, 16 Uhr zum Mahalle (Waldemarstraße 110). Aufgrund von Corona werden wir uns draußen treffen.

Die Kiezkommune Kreuzberg stellt sich und ihre Arbeit vor.

Hier ist die Flyer zu downloaden: Kiezkommune Kreuzberg Reboot

Der Mietendeckel ist da – Einladung zum Mietenpicknick

Neues Gesetz: Mietsteigerungen gesetzlich verboten!
Viele Mieter*innen zahlen zu viel, das wollen wir ändern!

Offenes Mietenpicknick
8.8. und 5.9. 14:00 – 16:00
Auf der Wiese hinter dem Amtsgericht Wedding

INFORMIEREN & AKTIV WERDEN

Seit Jahren läuft etwas falsch in Berlin, wenn es um Mieten geht. Zehntausende haben für eine bessere Wohnpolitik demonstriert. Auf dem Weg zur Enteignung großer Wohnungskonzerne haben wir den Mietendeckel erkämpft. Er ist nur ein erster Schritt zu einem besseren Schutz von uns Mieter*innen. Damit er wirksam wird, müssen wir aktiv werden.

Je mehr Menschen ihre Rechte kennen und den Mietendeckel nutzen, desto besser schützt das Gesetz.

Informiert eure Nachbar*innen, damit wir uns zusammen gegen die Vermieter*innen wehren können, die sich nicht daran halten.

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Aufruf: Solidarität mit allen räumungsbedrohten Projekten!

wie in den letzten Wochen, Monaten und Jahren schon so oft sollen wir wiedermal mitansehen, wie unsere Räume, die nicht per se kommerziell angelegt sind und damit auch kaum Profit abwerfen, der Gewinnmaximierung einer großer Immobiliengesellschaften zum Opfer fallen.
All diese Freiräume und Projekte existieren schon seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten. Sie haben in all diesen Jahren dafür gesorgt, dass Menschen aufgefangen wurden und sich geborgen gefühlt haben, dass durch Spendeneinnahmen linke und widerständige Menschen und Projekte in aller Welt unterstützt werden konnten und dass es eine linke, emanzipatorische Gegenkultur zur Monetarisierung und Gentrifizierung Berlins gegeben hat. 
Wir können und werden es nicht länger hinnehmen, dass unsere Räume uns immer weiter genommen werden, sei es nun das Syndikat, die Meuterei, das Hausprojekt in der Liebigstr. 34, um nur einige zu nennen.
Unsere Interessen, die Interessen der Menschen, die hier wohnen, werden nicht beachtet, sondern einfach bei Seite geschoben. Diese Stadt wird immer weiter ausverkauft ohne Rücksicht auf Verluste, ohne zu schauen was dabei verloren geht, ohne zu schauen, was dabei für Leid entsteht, wenn Menschen durch Zwangsräumungen ihre Wohnungen verlieren, wenn gewachsene soziale Strukturen auseinadergerissen werden, wenn Projekte zumachen müssen, wenn ärmere Menschen immer weiter an den Stadtrand gedrängt und von jedweder sozialer Teilhabe immer weiter ausgeschlossen werden.
Dies geschieht auch dann, wenn eine sogenannte linke Regierung an der Macht ist. Der Berliner Senat, der zur Zeit von den Parteien SPD, Linke und Grüne gebildet wird, ist hierbei nichts anderes als ein Erfüllungsgehilfe.
Wir wollen keine Regierung, wir wollen eine selbstverwaltete Stadt von unten voller Teilhabe und Solidarität.
Daher rufen wir euch auf, beteiligt euch an den Demonstrationen und Aktionen, die jetzt und in der nächsten Zeit rund um die Räumungen der verschiedenen Projekte geplant sind. Achtet auf Ankündigungen und Informationen.

Aufruf Kundgebung: #jetzterstrecht

Wir, die Kiezkommune Neukölln, möchten euch sehr
herzlich zu unserer Veranstaltung im Rahmen der
#jetzterstrecht-Kampagne zum Thema „Organisierung und
Selbstverwaltung in unserem Kiez“ einladen.
Die Veranstaltung findet am 4.7.20 von 12-14 Uhr am
Hermannplatz statt.

In den letzten Wochen ist es leider wieder vermehrt zu
Angriffen von Nazis gekommen. Wir wollen mit euch
darüber sprechen, wie wir eine Struktur aufbauen können
mit der wir besser aufeinander achten können und solche
Angriffe in Zukunft möglichst verhindern können.

Doch nicht nur für die Abwehr von Nazi-Angriffen ist eine
Stärkung der Vernetzung und eine stärkere selbstverwaltete
Struktur notwendig, sondern auch um uns gegenseitig zu
unterstützen, wenn wir von (Zwangs-)Räumungen, Armut
oder von Vereinsamung betroffen sind.

Wir sind der Überzeugung, dass wir die offiziellen
Institutionen des Staates gar nicht so sehr brauchen, wie
viele vielleicht denken. Wir können uns auch sehr gut
selbstverwalten und uns gegenseitig umeinander kümmern.
Um darüber zu reden, wie so ein Kiez genau aussehen
kann, laden wir euch herzlich ein und freuen uns, wenn viele
Menschen dazukommen.

Um 13.30 startet die Fahrrad-Kundgebung zur Black-Life-
Matters-Demo vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor.
– Wir werden Pappe und Stifte mitbringen, um Schilder für
die anschließende Fahrradtour zu malen (bringt gerne auch
was mit)
– es wird Musik und Redebeiträge geben
– bitte tragt einen Mundschutz und achtet auf den Abstand

Plumpe #5 Corona Spezial erschienen

Eine globale Pandemie und der Lockdown dazu sind zwar schrecklich, natürlich aber kein Grund keine Plumpe herzustellen – zudem der ganz dreckige Normalzustand ja ungehindert weiterläuft.
So dreht sich zwar in unserer – zugegeben etwas kürzeren – Frühjahrsausgabe vieles um die Seuche und wie diese Gesellschaft damit umgeht; demokratische Ärzt*innen verfassen auch einen Ausblick darauf, wie sie damit umgehen müsste.
Daneben wird aber u.a. auch die Lage bei den Uferhallen beleuchtet, die sich mit den millardenschweren Investoren Samwer umherärgern müssen.

Die Plumpe ist erhältlich sowohl an verschiedenen Verteilkästen im Kiez (zB Panke/Soldinerstr), im Kiezladen in der Buttmanstr. 1A, im Kiezhaus Agnes Reinhold, im Café Cralle, und sicher auch mal wieder in der Bäckerei nebenan.

Die komplette Ausgabe findet sich auf dem Blog der Redaktion.

Naziangriffe in Neukölln

Heute sind wir auf die Straße gegangen um uns an dem Protest gegen die neuesten Naziangriffe in Neukölln zu beteiligen. Der Angriff auf eine*n von uns ist ein Angriff auf uns alle!

Unser Redebeitrag dazu:

„Hallo ich bin von der Kiezkommune Neukölln. Die Kiezkommune Neukölln ist eine Gruppe von Menschen, die fast alle hier im Kiez leben und dafür kämpfen, dass dieser selbstverwaltet und solidarisch wird.

Wir stehen heute hier, weil wir zeigen möchten, dass die Menschen, die von Rassismus betroffen sind und unter diesen widerlichen rechten Angriffen zu leiden haben, nicht alleine sind. Wir stehen mit euch Seite an Seite.

Wir werden weder hier im Kiez tatenlos dabei zuschauen, wie Nazis ihren rassistischen, menschenverachtenden Müll verbreiten und damit Menschen einschüchtern und ausgrenzen. Wir werden das auch nirgendwo sonst hinnehmen, ohne dass wir uns wehren.

Rassismus ist aber nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch ein strukturelles. Man kann jeden Tag beobachten, wie Menschen an öffentlichen Orten oder von öffentlichen Institutionen diskriminiert und ausgegrenzt werden, sei es nun beim Gang zum Bürger*innenamt oder durch rassistische Kontrollen der Polizei, oder auch durch Polizeirazzien in Shisha-Bars, die nur unter anderem dazu dienen, den Menschen Angst einzujagen und rassistische Klischees über die Menschen aufrecht zu erhalten, die hier leben.

Auch in den Parlamenten wird dieser Rassismus offen zur Schau getragen. Teile des bürgerlichen Diskurs haben sich weit nach rechts verschoben, was zum Beispiel durch die Wahl der Afd in verschiedene Parlamente einen Ausdruck findet. Stammtischparolen werden wieder salonfähig. Durch die Verschärfung dieser Diskurse fühlen sich die Nazis immer sicherer und willkommener.

Doch vergessen wir nicht, dass auch schon vor der politischen Teilhabe dieser offen rechten Partei neonazistische Strukturen von der etablierten Politik geduldet, gedeckt und befördert wurden. Die NSU-Morde, die Anschläge vin Hanau und Halle, Walter Lübcke, Oury Jalloh, rechte Netzwerke bei Polizei und Bundeswehr.. seit 1990 zählt die Amadeu Antoniu Stiftung 208 Todesopfer durch rechte Gewalt in der Bundesrepublik. Wir haben es nicht mit, wie die Presse gerne schreibt, „verwirrten Einzeltätern“ zu tun, sondern wir sprechen von Strukturen, die Menschen einschüchtern, terrorisieren und exekutieren und dabei von Verfassungsschutz und Polizei beschützt werden.

Dem müssen wir etwas entgegensetzen! Wir müssen uns vernetzen, organisieren und solidarische, antifaschistische Strukturen von Unten aufbauen. Wir müssen den Nazis zeigen, dass sie weder hier noch sonstwo geduldet oder gar willkommen sind.

Am Schluss möchten wir allen Menschen, die von Rassismus betroffen sind, unsere Anteilnahme ausdrücken und euch anbieten, dass ihr, wenn ihr Unterstützung braucht, gerne mit uns in Kontakt treten könnt.“

 

Prachttomate ist bedroht

Die Prachttomate ist bedroht! Von unsern Gartenfreund*innen wurden wir eingeladen uns an den Infotagen gegen die Räumung zu beteiligen. Dem sind wir gerne mit einem Stand nachgekommen.

Für jene von euch die wegen dem schlechten Wetter lieber zu Hause geblieben sind wollen wir unsern Beitrag zu der Entwicklung im unsern Kiez nicht vorenthalten : )

„Das Gelände neben dem Gemeinschaftsgarten Prachttomate soll bebaut werden. Realisiert wird die Bebauung durch „Urbansky Architekten“ – eine Gruppe von Architekten, die einige Projekte in Berlin betreuen. Ihre Internetpräsenz spiegelt das wider, was man sich von einem hippen Architektenverband, der Häuser in Berlin baut, erwarten würde. Sie bieten Eigentumslofts, Co-Working-Spaces und ganz viel Glasfassade. Dabei sprechen sie von sich selbst als „Familie“, reden von „sozialer und ökologischer Verantwortung“ und geben sich im Ganzen super „hip“ und „lässig“. Schaut man ein wenig genauer hin, entlarven sie sich schnell selbst. So wird die Sonnenallee vom – Zitat – „ehemaligen Problemviertel“ zum – Zitat – „hippen Szenekiez“ deklariert, der Urbansky Architekten demnächst 5 neue Penthouses zu verdanken hat. Arme Menschen sind also das Problem, das sich lösen lässt, indem man sie aus ihren Häusern zwingt, um Eigentum für Reiche zu schaffen.

Dass Neukölln turbogentrifiziert wird, ist kein Geheimnis. Die Mieten werden absurd teuer, und Projekte wie der geplante Umbau des Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz, Boardinghouses wie an der Flughafenstraße Ecke Hermannstraße, oder eben Konzepte wie die Bebauung des Geländes neben der Prachttomate, sind Ausdruck davon.

Lassen wir uns nicht vergessen, wer dafür verantwortlich ist: unter anderem die rot-rot-grüne Regierung Berlins. Die Zustimmung zu diesem Projekt zeigt einmal mehr, dass auch eine vermeintlich linke Regierung dem Diktat des Kapitals unterworfen ist und wir uns keineswegs auf sie verlassen können oder sollten. So haben die Prachttomatler*innen dem Bezirk und Senat ein Nutzungskonzept vorgeschlagen, das Sozialwohnungen, einen Kiezraum und eine Kita vorgesehen hat. Der Vorschlag wurde zugunsten von Ubansky’s teuren Eigentumswohnungen abgelehnt. Dieser Senat war es auch, der im Frühjahr 2018 eine Räumung nur einen Steinwurf von der Prachttomate entfernt anordnete: eine Haushälfte in der Bornsdorfer Straße 37 wurde besetzt. Die Räumung wurde offiziell aufgrund von „Einsturzgefahr“ unterzeichnet, obwohl die andere Hälte des Hauses bewohnt war und auch weiterhin ist. Der kurzzeitig besetzte Teil steht bis heute ungenutzt leer und die Besetzer_innen sind bis heute mit Repression konfrontiert.

Dies sind nur zwei von unzähligen Beispielen, wie sich auch diese Regierung, sowie alle anderen vor ihr und all jene, die kommen werden, den Ausverkauf der Stadt vorantreibt.

Wir plädieren für solidarische, selbstverwaltete Strukturen, für Organisierung und für eine Stadt von Unten. Aus dem Grund finden wir auch Projekte wie die Prachttomate toll; ein Ort, der der kapitalistischen Verwertungslogik zum Trotz unkommerziellen Raum für alle bietet, die sich beteiligen möchten. Ein Ort, der in all dem Betongrau der Stadt ein Stückchen Ruhe bietet. Wir wünschen uns mehr solcher Orte, wir wünschen uns mehr Vernetzung, mehr Organisierung und mehr Partizipation.“

Neues vom Kiezecho

Zweite Ausgabe des »Kiezecho« ist in Vorbereitung – Miniserie zum Thema Frauen* im Kiez erscheint aktuell im Lower Class Magazine

Die zweite Ausgabe unserer Stadtteilzeitung für Friedrichshain »Kiezecho« sollte den Schwerpunkt Frauen*im Kiez haben. Leider hat uns der Coronavirus bei der Veröffentlichung einen Strich durch den Zeitplan gemacht.

Die Freund*innen vom Lower Class Magazine veröffentlichen aber ab heute alle Artikel zu diesem Schwerpunkt.

Die Miniserie beginnt mit einem Interview über die Notübernachtung für Frauen »Mitten im Kiez«, die sich am Bersarinplatz befindet.

Wenn Ihr im »Kiezecho« eigene Beiträge zu diesem oder einem anderen Thema veröffentlichen wollt erreicht Ihr die Redaktion unter der E-mailadresse: kiezkommune_friedrichshain@systemli.org