Category Archives: Neukölln

Aufruf Kundgebung: #jetzterstrecht

Wir, die Kiezkommune Neukölln, möchten euch sehr
herzlich zu unserer Veranstaltung im Rahmen der
#jetzterstrecht-Kampagne zum Thema „Organisierung und
Selbstverwaltung in unserem Kiez“ einladen.
Die Veranstaltung findet am 4.7.20 von 12-14 Uhr am
Hermannplatz statt.

In den letzten Wochen ist es leider wieder vermehrt zu
Angriffen von Nazis gekommen. Wir wollen mit euch
darüber sprechen, wie wir eine Struktur aufbauen können
mit der wir besser aufeinander achten können und solche
Angriffe in Zukunft möglichst verhindern können.

Doch nicht nur für die Abwehr von Nazi-Angriffen ist eine
Stärkung der Vernetzung und eine stärkere selbstverwaltete
Struktur notwendig, sondern auch um uns gegenseitig zu
unterstützen, wenn wir von (Zwangs-)Räumungen, Armut
oder von Vereinsamung betroffen sind.

Wir sind der Überzeugung, dass wir die offiziellen
Institutionen des Staates gar nicht so sehr brauchen, wie
viele vielleicht denken. Wir können uns auch sehr gut
selbstverwalten und uns gegenseitig umeinander kümmern.
Um darüber zu reden, wie so ein Kiez genau aussehen
kann, laden wir euch herzlich ein und freuen uns, wenn viele
Menschen dazukommen.

Um 13.30 startet die Fahrrad-Kundgebung zur Black-Life-
Matters-Demo vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor.
– Wir werden Pappe und Stifte mitbringen, um Schilder für
die anschließende Fahrradtour zu malen (bringt gerne auch
was mit)
– es wird Musik und Redebeiträge geben
– bitte tragt einen Mundschutz und achtet auf den Abstand

Naziangriffe in Neukölln

Heute sind wir auf die Straße gegangen um uns an dem Protest gegen die neuesten Naziangriffe in Neukölln zu beteiligen. Der Angriff auf eine*n von uns ist ein Angriff auf uns alle!

Unser Redebeitrag dazu:

„Hallo ich bin von der Kiezkommune Neukölln. Die Kiezkommune Neukölln ist eine Gruppe von Menschen, die fast alle hier im Kiez leben und dafür kämpfen, dass dieser selbstverwaltet und solidarisch wird.

Wir stehen heute hier, weil wir zeigen möchten, dass die Menschen, die von Rassismus betroffen sind und unter diesen widerlichen rechten Angriffen zu leiden haben, nicht alleine sind. Wir stehen mit euch Seite an Seite.

Wir werden weder hier im Kiez tatenlos dabei zuschauen, wie Nazis ihren rassistischen, menschenverachtenden Müll verbreiten und damit Menschen einschüchtern und ausgrenzen. Wir werden das auch nirgendwo sonst hinnehmen, ohne dass wir uns wehren.

Rassismus ist aber nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch ein strukturelles. Man kann jeden Tag beobachten, wie Menschen an öffentlichen Orten oder von öffentlichen Institutionen diskriminiert und ausgegrenzt werden, sei es nun beim Gang zum Bürger*innenamt oder durch rassistische Kontrollen der Polizei, oder auch durch Polizeirazzien in Shisha-Bars, die nur unter anderem dazu dienen, den Menschen Angst einzujagen und rassistische Klischees über die Menschen aufrecht zu erhalten, die hier leben.

Auch in den Parlamenten wird dieser Rassismus offen zur Schau getragen. Teile des bürgerlichen Diskurs haben sich weit nach rechts verschoben, was zum Beispiel durch die Wahl der Afd in verschiedene Parlamente einen Ausdruck findet. Stammtischparolen werden wieder salonfähig. Durch die Verschärfung dieser Diskurse fühlen sich die Nazis immer sicherer und willkommener.

Doch vergessen wir nicht, dass auch schon vor der politischen Teilhabe dieser offen rechten Partei neonazistische Strukturen von der etablierten Politik geduldet, gedeckt und befördert wurden. Die NSU-Morde, die Anschläge vin Hanau und Halle, Walter Lübcke, Oury Jalloh, rechte Netzwerke bei Polizei und Bundeswehr.. seit 1990 zählt die Amadeu Antoniu Stiftung 208 Todesopfer durch rechte Gewalt in der Bundesrepublik. Wir haben es nicht mit, wie die Presse gerne schreibt, „verwirrten Einzeltätern“ zu tun, sondern wir sprechen von Strukturen, die Menschen einschüchtern, terrorisieren und exekutieren und dabei von Verfassungsschutz und Polizei beschützt werden.

Dem müssen wir etwas entgegensetzen! Wir müssen uns vernetzen, organisieren und solidarische, antifaschistische Strukturen von Unten aufbauen. Wir müssen den Nazis zeigen, dass sie weder hier noch sonstwo geduldet oder gar willkommen sind.

Am Schluss möchten wir allen Menschen, die von Rassismus betroffen sind, unsere Anteilnahme ausdrücken und euch anbieten, dass ihr, wenn ihr Unterstützung braucht, gerne mit uns in Kontakt treten könnt.“

 

Prachttomate ist bedroht

Die Prachttomate ist bedroht! Von unsern Gartenfreund*innen wurden wir eingeladen uns an den Infotagen gegen die Räumung zu beteiligen. Dem sind wir gerne mit einem Stand nachgekommen.

Für jene von euch die wegen dem schlechten Wetter lieber zu Hause geblieben sind wollen wir unsern Beitrag zu der Entwicklung im unsern Kiez nicht vorenthalten : )

„Das Gelände neben dem Gemeinschaftsgarten Prachttomate soll bebaut werden. Realisiert wird die Bebauung durch „Urbansky Architekten“ – eine Gruppe von Architekten, die einige Projekte in Berlin betreuen. Ihre Internetpräsenz spiegelt das wider, was man sich von einem hippen Architektenverband, der Häuser in Berlin baut, erwarten würde. Sie bieten Eigentumslofts, Co-Working-Spaces und ganz viel Glasfassade. Dabei sprechen sie von sich selbst als „Familie“, reden von „sozialer und ökologischer Verantwortung“ und geben sich im Ganzen super „hip“ und „lässig“. Schaut man ein wenig genauer hin, entlarven sie sich schnell selbst. So wird die Sonnenallee vom – Zitat – „ehemaligen Problemviertel“ zum – Zitat – „hippen Szenekiez“ deklariert, der Urbansky Architekten demnächst 5 neue Penthouses zu verdanken hat. Arme Menschen sind also das Problem, das sich lösen lässt, indem man sie aus ihren Häusern zwingt, um Eigentum für Reiche zu schaffen.

Dass Neukölln turbogentrifiziert wird, ist kein Geheimnis. Die Mieten werden absurd teuer, und Projekte wie der geplante Umbau des Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz, Boardinghouses wie an der Flughafenstraße Ecke Hermannstraße, oder eben Konzepte wie die Bebauung des Geländes neben der Prachttomate, sind Ausdruck davon.

Lassen wir uns nicht vergessen, wer dafür verantwortlich ist: unter anderem die rot-rot-grüne Regierung Berlins. Die Zustimmung zu diesem Projekt zeigt einmal mehr, dass auch eine vermeintlich linke Regierung dem Diktat des Kapitals unterworfen ist und wir uns keineswegs auf sie verlassen können oder sollten. So haben die Prachttomatler*innen dem Bezirk und Senat ein Nutzungskonzept vorgeschlagen, das Sozialwohnungen, einen Kiezraum und eine Kita vorgesehen hat. Der Vorschlag wurde zugunsten von Ubansky’s teuren Eigentumswohnungen abgelehnt. Dieser Senat war es auch, der im Frühjahr 2018 eine Räumung nur einen Steinwurf von der Prachttomate entfernt anordnete: eine Haushälfte in der Bornsdorfer Straße 37 wurde besetzt. Die Räumung wurde offiziell aufgrund von „Einsturzgefahr“ unterzeichnet, obwohl die andere Hälte des Hauses bewohnt war und auch weiterhin ist. Der kurzzeitig besetzte Teil steht bis heute ungenutzt leer und die Besetzer_innen sind bis heute mit Repression konfrontiert.

Dies sind nur zwei von unzähligen Beispielen, wie sich auch diese Regierung, sowie alle anderen vor ihr und all jene, die kommen werden, den Ausverkauf der Stadt vorantreibt.

Wir plädieren für solidarische, selbstverwaltete Strukturen, für Organisierung und für eine Stadt von Unten. Aus dem Grund finden wir auch Projekte wie die Prachttomate toll; ein Ort, der der kapitalistischen Verwertungslogik zum Trotz unkommerziellen Raum für alle bietet, die sich beteiligen möchten. Ein Ort, der in all dem Betongrau der Stadt ein Stückchen Ruhe bietet. Wir wünschen uns mehr solcher Orte, wir wünschen uns mehr Vernetzung, mehr Organisierung und mehr Partizipation.“

Redebeiträge und Aktionen zum 1. Mai 2020

30.04.2020, Leopoldplatz: Zweisprachig grüßen Nachbar*innen die Kundgebung am Leopoldplatz – „Lang lebe der 1. Mai“ und „Lasst die Reichen zahlen!“ Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In verschiedenen Kiezkommunen fanden im Zuge des 1. Mai 2020 Aktionen statt. Wir veröffentlichen hier nachfolgend Bilder, Videos und Redebeiträge aus Berlin Wedding, Neukölln und Friedrichshain.

 

 

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Am Frauen*kampftag ins Ida Nowhere und danach auf Demo!

Wir, die Männer der Kiezkommune machen das Ida Nowhere auf, um gemeinsam zu brunchen und  anschließend zur Demonstration zu gehen.
Bringt gern eure Kinder mit und lasst uns solidarisch mit den kämpfenden Frauen* sein. Los geht es um 10 Uhr, um 13:00 Uhr gehen wir dann gemeinsam zur Demo.
Kommt vorbei und

lasst uns zusammen das Patriarchat stürzen.

Außerdem wird es noch eine Siebdruckecke mit Frauen*streikmotiven geben.
Also bringt Beutel, Kleidung und Stoff mit, damit wir die Sachen auch gleich auf der Demo austragen können.:-)

Wir freuen uns auf euch!

Wann: 08.03. , 10:00 Uhr
Wo: Ida Nowhere, Donaustr.79

Eure Kiezkommune Neukölln

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn!

Wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Kiezkommune-Abend im Ida Nowhere ein. Der 8. März, der Internationale Frauen*kampftag, steht vor der Tür, also wollen wir darüber sprechen, welche Proteste in Berlin geplant sind und wo der Tag und seine Bedeutung herkommt. Außerdem wird es eine Siebdruck-Werkstatt geben – bringt gerne Kleidung oder Beutel zum Bedrucken mit! 

Wie immer gibt es dazu ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 18 Uhr dann warmes Essen.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Kiezkommune Neukölln

Montag, 24. Februar, ab 15 Uhr im Ida Nowhere (Donaustr. 79, Neukölln)

P.S.: am 8. März wird es einen gemeinsamen Brunch ab 10 Uhr geben, von dem aus wir gemütlich gemeinsam zu den Demos gehen können. Kommt auch dort gerne vorbei!

 

 

Umsonstflohmarkt und Essen

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn

wieder einmal laden wir euch zu Kaffee, Tee, Kuchen, quatschen, aus’m Fenster gucken und am Abend zum gemeinsamen Essen ein.

Wir sind unterschiedliche Menschen hier aus dem Kiez und haben Lust darauf, uns mit euch auszutauschen. Außerdem wollen wir diesmal, ab 16 Uhr, mit euch einen Umsonstflohmarkt veranstalten. Bringt mit was entbehrlich ist und schaut was ihr abstauben könnt.

Wir freuen uns besonders über Tiefe Teller und große Tassen =)

Wir sind am 27.01. ab 15 Uhr wieder im Ida Nowhere (Donaustr. 79). Ab ca. 18 Uhr gibt es Abendessen.


Kommt gern vorbei, sonst müssen wir den Kuchen alleine verputzen. 🙂 Wir freuen uns auf Euch!

Eure Kiezkommune Neukölln

 

Essen zum gemeinsamen Jahresabschluss

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

das Jahr geht zu Ende, die Feiertage stehen vor der Tür. Deswegen wird am 09. Dezember ab 16 Uhr zum letzten mal im Jahr 2019 das Nachbarschaftscafé der Kiezkommune Neukölln im Ida Nowhere stattfinden.
Wir laden euch herzlich zu Kaffee und Tee, Pfefferkuchen und Dominosteinen ein – und ab 18 Uhr gibt es Seitan-Braten.
Kommt vorbei zum Reden, Austauschen, Kennenlernen und um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.
Übrigens: Auch im nächsten Jahr wird sich wieder jeden zweiten Montag im Ida Nowhere (Donaustraße 79) getroffen. Die kommenden Termine sind der 13. und 27. Januar.

Eure Kiezkommune Neukölln

25.11. / Kiezkommune Neukölln / Offener Mittag u. Abend

Da die letzten Male so schön war, laden wir euch zu Kaffee, Tee, Kuchen, quatschen, aus‘m Fenster gucken und am Abend zum gemeinsamen Essen ein.

Wir sind unterschiedliche Menschen hier aus dem Kiez und möchten uns mit euch austauschen. Was beschäftigt uns im Kiez? Was fällt uns auf? Was fehlt uns? Wobei können wir uns gegenseitig unterstützen?

Über diese Fragen wollen wir in Gesprächen mit euch plaudern. Einige Ideen gibt es bereits vom letzten Mal. Lasst euch überraschen.

Ihr findet uns am 25.11. im Ida Nowhere (Donaustr.79).
Ab 15 Uhr essen wir Kuchen. Gegen 18 Uhr gibt es leckere Crêpes!

Kommt gern vorbei, sonst müssen wir den Kuchen alleine verputzen 🙂 Wir freuen uns!

 Eure Kiezkommune Neukölln

 

Der darauffolgende Termin findet am 09.12. statt.

Zweiten Kiezkommune-Neukölln-Treffen

Liebe Nachbarin, lieber Nachbar.

Da das erste Mal so schön war, laden wir euch zu Kaffee, Tee, Kuchen, quatschen, ausm Fenster gucken und am Abend zum gemeinsamen Essen ein.

Wir sind unterschiedliche Menschen hier aus dem Kiez und haben Lust darauf, uns mit euch auszutauschen. Was beschäftigt uns im Kiez? Was fällt uns auf, was fehlt uns? Wobei können wir uns gegenseitig unterstützen? All das sind nur ein paar der Fragen, die uns im Kopf rumschwirren.

Wir sind am 23.09. ab 15 Uhr im Ida Nowhere (Donaustr.79), ungefähr ab 18 Uhr gibt es Abendessen.

Kommt gern vorbei, sonst müssen wir ja den Kuchen alleine verputzen 🙂 Wir freuen uns!

 Eure Kiezkommune Neukölln