Category Archives: Die Kommunen

Neues vom Kiezecho

Zweite Ausgabe des »Kiezecho« ist in Vorbereitung – Miniserie zum Thema Frauen* im Kiez erscheint aktuell im Lower Class Magazine

Die zweite Ausgabe unserer Stadtteilzeitung für Friedrichshain »Kiezecho« sollte den Schwerpunkt Frauen*im Kiez haben. Leider hat uns der Coronavirus bei der Veröffentlichung einen Strich durch den Zeitplan gemacht.

Die Freund*innen vom Lower Class Magazine veröffentlichen aber ab heute alle Artikel zu diesem Schwerpunkt.

Die Miniserie beginnt mit einem Interview über die Notübernachtung für Frauen »Mitten im Kiez«, die sich am Bersarinplatz befindet.

Wenn Ihr im »Kiezecho« eigene Beiträge zu diesem oder einem anderen Thema veröffentlichen wollt erreicht Ihr die Redaktion unter der E-mailadresse: kiezkommune_friedrichshain@systemli.org

 

Achter Mai – Tag des Sieges!!!!

In Erinnerung und Dankbarkeit! Hildegard Jadamowitz, und Anton Saefkow sind Unsterblich!!!!

Für den 8. Mai, den Tag der Befreiung, ruft die BRD Koordination der globalen Kampagne Riseup4Rojava dazu auf, den Widerstand gegen den Faschismus zu thematisieren. »Viele Tausend Menschen haben sich aktiv gegen den Faschismus in Europa gestellt und tun es noch heute. Doch im offiziellen Gedenken des Staates an den Widerstand, kommen nur einige wenige, wie Stauffenberg, oder die Geschwister Scholl vor. Gerade der Widerstand von Sozialist*innen  wird unsichtbar gemacht. Für den 8. Mai wollen wir sie in Erinnerung rufen, ihnen ein Gesicht geben, ihre Geschichten kennenlernen.

Faschismus und Rassismus sind keine Themen der Vergangenheit. Die rassistischen Morde in Hanau oder zuletzt in Celle sind Ausdruck davon. Spätestens mit dem NSU wurde klar, dass der deutsche Staat nach wie vor eine aktive Rolle spielt. Den Widerstand gegen den Faschismus sichtbar zu machen, bedeutend für uns also auch den Widerstand im hier und jetzt zu verbreiten.«

Wir in der Kiezkommune Friedrichshain haben gemeinsam recherchiert, welche Menschen aus unserem Kiez im Widerstand waren. Zwei unter vielen waren die Kommunistin Hildegard Jadamowitz und der Kommunist Anton Saefkow deren Leben und Kampf wir im folgenden würdigen wollen.

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Bericht: Run for Rebels im Wedding

Am 03.05.2020 haben wir, die Kiezkommune Wedding, gemeinsam mit der Frauen*kommune Wedding und BASTA! Erwerbsloseninitiative Berlin, zum dritten mal den „Run for Rebels“ im Wedding organisiert. An diesem sonnigen Frühlingstag haben sich 40-50 Menschen, ausgehend vom Nettelbeckplatz, zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um unerfreuliche Orte im Wedding zu besuchen und auf eine spielerische Weise zu erfahren, wie Konzerne, Ämter und eine religiöse Einrichtung ihr Unwesen in unseren Kiezen treiben.

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Redebeiträge und Aktionen zum 1. Mai 2020

30.04.2020, Leopoldplatz: Zweisprachig grüßen Nachbar*innen die Kundgebung am Leopoldplatz – „Lang lebe der 1. Mai“ und „Lasst die Reichen zahlen!“ Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In verschiedenen Kiezkommunen fanden im Zuge des 1. Mai 2020 Aktionen statt. Wir veröffentlichen hier nachfolgend Bilder, Videos und Redebeiträge aus Berlin Wedding, Neukölln und Friedrichshain.

 

 

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Hurra, die Welt geht unter?

Über den „Ausnahmezustand“ und darüber, warum wir etwas anderes als die Rückkehr zur „Normalität“ brauchen.
[Zuerst erschienen im Lower Class Magazine am 30.04.2020]

In den sozialen Medien scheinen sich alle einig zu sein: 2020 – das schlimmste Jahr, das unsere Generation bis jetzt miterlebt. Endzeitstimmung weit und breit. Und zurecht machen sich viele junge Leute Sorgen, auch wenn sie oft hinter einer Fassade von Ironie und Galgen- bzw. Katastrophenhumor versteckt werden. Ein neuartiger Virus, der eine nicht zu verharmlosende Tödlichkeit besitzt und vor allem hoch ansteckend ist, geistert durch die Länder und krempelt das gesellschaftliche Leben um. Ein paar Gedanken zu der besonderen Situation, die sich daraus ergibt, ob sie auch Chancen mit sich bringt und was wir als Jugend jetzt tun können. Und warum das zum Beispiel auch bedeutet, dass wir heute heraus zum revolutionären 1. Mai müssen.

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Zum 1. Mai 2020 – Nicht auf unserem Rücken

Der 1. Mai ist der internationale Kampftag der ArbeiterInnenklasse. 1889 von der 2. Internationale als solcher ausgerufen, ist er mehr als 100 Jahre später Gedenken, Symbol und Kampftag zugleich. Jedes Jahr gehen weltweit Millionen von ArbeiterInnen, Ausgebeutete und Leidtragende des kapitalistischen Systems auf die Straßen um gegen eben jene gesellschaftlichen Verhältnisse zu demonstrieren, die ihnen ein Menschenwürdiges leben verwähren. Ob nun in Lateinamerika, Afrika oder Asien – überall auf der Welt ist das Leben der arbeitenden Bevölkerung gezeichnet von Revolten, Arbeits- und Alltagskämpfen ums Überleben. Vom Klassenkampf des Ecuadorianischen & Chilenischen Volkes und dem Widerstand der Indigenen gegen den Putsch in Bolivien bis hin zu den weltweiten Frauenprotesten & den demokratischen Aufständen im Iran, Irak, Libanon sowie dem Befreiungskampf in Kurdistan – ein internationaler Kampf wird ausgefochten. Auch Europa ist davon nicht ausgenommen: die Proteste der Gelbwesten in Frankreich sind genauso Teil dieses Kampfes wie der Ruf nach Enteignung der Wohnkonzerne und für bezahlbaren Wohnraum hier bei uns in Berlin. All jene Bewegungen haben eins gemein: sie sind vereint darin, dass sie sich gegen ein System stellen, für das der Profit alles, die Menschen aber die ihn schaffen, nichts bedeutet.

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Stellungnahme: Demonstrationsverbot am Leopoldplatz

Seit mehreren Wochen wird in Berlin ein absolutes Demonstrationsverbot durchgesetzt. Eine Vielzahl von Ungerechtigkeiten und Problemen besteht aber weiterhin. Am Samstag den 11.4. protestierten deshalb etwa 100 Menschen im Wedding auf dem Leopoldplatz für Demonstrationsfreiheit, sinnvolle Nutzung von leerstehendem Wohnraum und forderten echte Solidarität mit Menschen, die besonders von der Coronakrise betroffen sind und mit denen an der EU-Außengrenze.

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Podcast: Berliner Kieztalk

Tom und Sam sind Teil der Berliner Kiezkommune Kreuzberg. Dieser Podcast ist unser Beitrag gegen die Isolation und für ein solidarisches Miteinander. Die Coronakrise trift uns alle, aber nicht alle Bürger*Innen verfügen über die gleichen Mittel, um diese Zeiten ohne existenzielle Ängste zu überstehen. Wir wollen die momentane Situation und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft kritisch hinterfragen und unseren Mitmenschen Mut machen.

Auf Podigee sind unsere Podcasts ohne Account zu hören. Dazu sind wir auch zu finden bei Deezer und Spotify.