Author Archives: kiezkommune

Online Soli-Foto gegen polnisches Abtreibungsgesetz

Liebe alle,

wir folgen dem unten anstehenden Soli-Aufruf von Dziewuchy Berlin. Hier findet ihr den Aufruf der Gruppe:
https://dziewuchyberlin.wordpress.com/2020/04/09/solidarity-action-no-to-abortion-ban-in-poland/

In Polen soll am 15. – 16.04.2020 über eine Verschärfung des bereits sehr restriktiven Abtreibungsgesetzes diskutiert werden. Im Konkreten geht es darum, ob eine Abtreibung weiterhin erlaubt bleibt, solange es Hinweise darauf gibt, dass der Fötus schwer erkrankt ist („this reason represents 98 percent of all abortions in Poland“). Sollte dies verboten werden, wären Abtreibungen nur noch erlaubt, wenn die Gesundheit der Frau* durch die Schwangerschaft gefährdet ist oder sie vergewaltigt wurde. Es geht also um eine weitere Einschränkung reproduktiver Rechte und der Selbstbestimmung schwangerer Personen.
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Diese Zeiten sind stressig und belastend für viele–besonders aber für Frauen!

Diese Zeiten sind stressig und belastend für viele – besonders aber für Frauen!

Viele Probleme, die wir eh schon haben, werden durch die Krise noch verschärft. Ständig zu Hause sein, die Familie auf engem Raum, Angst um den Job oder die Wohnung haben, keine oder nur wenige Treffen mit Freund*innen: das kann bei vielen zu Stress, Frust und schlimmstensfalls zu Gewalt führen. Diese Gewalt richtet sich häufig gegen die Frauen und Kinder der Familie. Manchmal ist sie laut, sie kann aber auch leise sein.
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Corona-Nachbarschaftshilfe im Wedding

Liebe Nachbar*innen,
Das Corona Virus hat uns alle im Griff aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir alle versuchen gerade irgendwie unser Leben zu organisieren und mit der Situation umzugehen.Viele müssen noch arbeiten, sich um die Kinderbetreuung kümmern oder sind allein in der Quarantäne gefangen.
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Covid 19 in Friedrichshain

Liebe Nachbar*innen, Liebe Genoss*innen
Die momentane Situation bezüglich des Virus COVID-19 hat uns dazu veranlasst, alle geplanten Veranstaltungen bis auf weiteres abzusagen.
Trotzdem möchten wir nicht abwarten und Tee trinken, sondern uns weiterhin für eine solidarische Nachbarschaft einsetzen. Wir werden auch die Zeit nutzen und intensiv diskutieren was die letzen Monate gut gelaufen ist und was wir eher kritisch sehen sollten und verbessern müssen. Und so als Gruppe gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.
Sollte von euch jemand Unterstützung brauchen (Apothekengänge, Einkäufe erledigen, mit dem Hund Gassi gehen etc.), zögert nicht, uns zu kontaktieren. Wir übernehmen gerne nachbarschaftliche Aufgaben für euch und sind gerade dabei die Notwendigen Strukturen dafür aufzubauen (Telefondienst etc.). Kontaktdaten  werden wir auf unserer Internetseite veröffentlichen.
Wir hoffen, dass niemand, der in der momentanen Situation Schwierigkeiten hat, sei es gesundheitlich, finanziell oder bezüglich der Kinderbetreuung, allein gelassen wird.
Wir möchten auch auf die politische Dimension dieser Krise aufmerksam machen. Hierbei insbesondere die Rolle der Frauen betonen. Die schon vor der Krise die Hauptlast von Care-Arbeit (Arbeiten wie Hausarbeit, Betreuung, Pflege und Erziehung von Menschen) tragen mussten. Wenn wir uns da genau ansehen dann bemerken wir hier eine Doppelvergesellschaftung der Frauen in der traditionellen Familie und im ihrem Job.
Zusätzlich zu der unbezahlten Care-Arbeit Zuhause ist es auch ein Fakt das in der bezahlten Care-Arbeit wie Pflegeberufen, Kita-Erzieher*innen usw. ein überwältigender Anteil Frauen sind.
Nun sind es genau diese Berufsgruppen die auch in dieser Krise besonders gefordert sind. Die im großen Maß Überstunden machen und deren Tarifrechte als erste beschnitten werden. Es sind wieder zum großen Teil Frauen, die wegen der Schließung der Kitas und Schulen Zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern. Müssig zu sagen das auch ein Großteil der Alleinerziehenden Frauen sind.
Wir sind uns sicher das Frauen und speziell allein erziehende Mütter besonders hart von den gesellschaftlichen Auswirkungen der Krise betroffen werden.
Es wäre falsch dabei auf den Staat zu vertrauen!
Wir müssen selbst gesellschaftliche Kollektive aufbauen, die das mitdenken.
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Ihr braucht Unterstützung oder wollt Unterstützen?
Meldet euch unter:
kiezkommune_friedrichshain@systemli.org

Solidarität in Magdeburg

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!!!!ACHTUNG ACHTUNG!!!!!!!
Wegen der aktuellen Entwicklung durch den Virus Covid 19 wird das Grillen der Kiezkommune Stadtfeld (Magdeburg) am Sonntag den 22.03.20 verschoben.
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Wir sind uns sicher durch diese Pandemie wird der Alltag vieler Menschen schwieriger, wir werden aber diese Situation besser bewältigen wenn wir in der Nachbarschaft zusammenhalten und uns solidarisch mit dem Menschen verhalten, die in besonderer Weise betroffen sind. Deshalb bieten wir unsere Hilfe an beispielweise bei:
Einkauf//Gassigehen//Apothekengang
Natürlich freuen wir uns auch, wenn weitere Menschen mithelfen wollen und sich bei uns melden. Wenn ihr besondere Ausbildung habt, wie z.b. eine medizinische Ausbildung, noch besser.
Du brauchst Unterstützung:
01520 596 918 7 – Ereichbar von 10-12Uhr und 16-18Uhr
Du willst selbst Mithelfen:
01520 569 877 2
oder per Email: kiezkommune-stadtfeld@systemli.org
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Informationen und Dateien zur Selbstorganisation in Zeiten von Corona

Kontaktlisten für in der Nachbarschaft

Hier finden Sie Dateien mit Kontaktlisten um einander im Haus zu Unterstützen:

Informationen der Risiko-Vermeidung

Für mehr Infomationen empfehlen wir das Robert Koch Institut. Hier gibt es ein Merkblatt mit die wichtigsten Infos.

Chat- und gegenseitige-Hilfegruppen

In unterschiedliche berliner Stadtviertel gibt es mittlerweile Telegram-Chatgruppen für gegenseitige Hilfe. Hier folgt eine liste mit Koppelungen nach den unterschiedlichen Gruppen:

Überblick von Chatgruppen in andere Städten in Deutschland.

Weitere wichtige informationen

Arbeitsrecht und Sozialleistungen

Politische Entwicklungen

Die Woche der Kommunen

Am 18. März 1871 bildete sich die sogenannte Pariser Kommune. Auch wenn die Pariser Kommune nur etwas länger als zwei Monate bestand hatte, ist sie immer noch ein wichtiger Bezugspunkt für rätedemokratische Ansätze weltweit.
Wir wollen den 149. Jahrestag der Pariser Kommune zum Anlass nehmen um das „Konzept Kiezkommune“ vorzustellen und gemeinsam mit euch darüber zu diskutieren.

Seit ungefähr zwei Jahren bauen wir in Berlin und darüber hinaus in kleinen Schritten Kiezkommunen auf. Diese Kommunen sind ein lokaler Zusammenschluss verschiedener Leute aus der Nachbarschaft. Wir sind jung und weniger jung, manche müssen arbeiten, andere studieren oder sind arbeitslos. Manche kommen aus Berlin, manche aus anderen Städten und anderen Ländern. Was uns eint, ist die Vorstellung einer anderen Gesellschaft und eines anderen Zusammenlebens. Wir kämpfen für eine antikapitalistische Stadt. Eine Stadt, in der alle das Recht auf Arztbesuche und medizinische Versorgung haben, in der Nachbar*innen einander unterstützen, anstatt zu vereinzeln. Eine Stadt, in der das soziale Leben auf den Straßen, auf den Plätzen und in den Häusern gemeinsam stattfindet und in der kulturelle Angebote nicht mehr vom Geldbeutel abhängen, sondern von der Lust, diese zu nutzen und zu gestalten. Eine Stadt, die unserer Gestaltung, unseren Diskussionen und Vereinbarungen unterliegt.

Nun ist es Zeit für uns gemeinsam zurück zu schauen was wir in zwei Jahren erreicht haben. Wir wollen aber auch von anderen lernen um gestärkt weiterzumachen. Um mit allen Interessierten ins Gespräch zu kommen, organisieren wir rund um den 18. März, den Tag der Kommune, verschiedene Diskussionen und Filmvorführungen. Am 21.3. laden wir dann alle zum gemeinsamen Abschluss in den Nachbarschaftsladen Mahalle in Kreuzberg zu einer Ausstellung über die Arbeit der verschiedenen Kommunen ein.

Jugendkommune Kreuzberg

Sonntag, 15. März, ab 12 Uhr im Kiezladen MaHalle (Waldemarstr. 110, Kreuzberg)
Diskussion: Wer und was ist die Jugendkommune und welches Konzept steckt dahinter?

Kiezkommune Neukölln

Montag, 16. März, ab 15 Uhr im Ida Nowhere (Donaustr. 79, Neukölln)
Diskussion & Essen: Revolutionäre Nachbarschaftsarbeit – Das „Konzept Kiezkommune“

Kiezkommune Wedding

Freitag, 20. März, ab 18 Uhr im Projektraum ABB (Adolfstraße 18, Wedding)
Filmvorführung & Diskussion mit Regisseurin Uli Bez: „Es geht um die Welt ein Geflüster“

Kiezkommune Kreuzberg

Samstag, 21. März, ab 13 Uhr im Kiezladen MaHalle (Waldemarstr. 110, Kreuzberg)
Ausstellung und Kennenlernen aller Kiezkommunen bei Kaffee und Kuchen

Aufruf zum internationalen Frauen*kampftag

„Wenn wir streiken, steht die Welt still“

Den internationalen Frauen*kampftag werden wir 2020 in unsere Kieze tragen. Denn hier wird uns tagtäglich bewusst, dass Frauen* und Mädchen eben nicht immer die gleichen Chancen haben, nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen, sich immer noch allein um Kindererziehung oder den Haushalt kümmern müssen. Sie erfahren Gewalt, weil sie Frauen* sind. Viele Politiker*innen erzählen uns, dass es all diese Probleme in Deutschland nicht mehr geben würde, aber das stimmt nicht.
Und nicht nur hier kämpfen viele Frauen* für Würde und Selbstbestimmung, gegen Frauen*-feindlichkeit und Ungleichheit. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr Millionen Menschen an Aktionen, Demonstrationen und Streiks. Sie legen ihre Arbeit nieder, verweigern ihr „normales“ Funktionieren und die tägliche Hausarbeit, gehen gemeinsam auf die Straße, um zu zeigen, dass sie die bestehenden Verhältnisse nicht mehr einfach so hinnehmen und dulden. Die überkommenen Rollenbilder einer Frau*, die Kinder erzieht, kocht, putzt und zum Vergnügen ihres Mannes da ist, gehören endlich auf den Müllhaufen der Geschichte! Am 8. März streiken wir und und demonstrieren, deshalb rufen wir alle solidarischen Nachbar*innen dazu auf sich an den Aktionen und Demonstrationen zu beteiligen.
Willkommen sind insbesondere Frauen, Lesben, Trans*- und Inter*-Menschen aber auch solidar-ische Männer. Ob im Wedding oder anderswo, beteiligt euch kreativ und vielfältig am Frauen*-streik!

Wir kämpfen und machen unseren Protest sichtbar! Schließ Dich an!
Die Kiezkommune Wedding

» Streikposten – Nachbarschaftsbrunch zum 8. März
Kiezhaus Agnes Reinhold ab 11:00
» Frauen*kampftagsdemonstration
Am Leopoldplatz ab 14:00
» Internationalistische Demonstration
An der Warschauer Brücke ab 15:00